Im Krankenhaus
so, heute habe ich Werner im Krankenhaus besucht, nicht alleine, seine Frau hatte mich begleitet. Und ja, vor diesem Termin hatte ich wirklich Angst.
Es ist nicht leicht, wenn man zusehen muss, während sein Bruder stirbt, langsam und unaufhaltsam.
Aber heute hat mich der Besuch doch etwas optimistisch gestimmt – nicht wegen seinem gesundheitlichen Zustand, aber wegen seiner Verfassung.
Am Sonntag Nachmittag ist er von einem Notarzt ins Krankenhaus eingewiesen worden, weil er unter akuter Atemnot litt. Er hatte wohl Schmerzen die ihn daran hinderten, dass er Husten konnte. Das ist aber notwendig, da die Lunge immer mit Blut und Speichel beaufschlagt wird. Und das muss irgendwie raus.
Ich habe mir sagen lassen, dass der Krebs, wenn er weiter wächst, gesundes Gewebe zerstört und dabei blutet das Gewebe. Durch das verringerte Lungenvolumen ist die Sauerstoffversorgung des Blutes entsprechend verringert, dann das Blut und der Speichel sorgen dafür, dass er erstickt. Letztlich wird er daran sterben – eine fürchterliche Vorstellung.Im der Klinik ist er jetzt mit Schmerzmittel so eingestellt, dass er Abhusten kann und somit dem verbliebenen Lungenvolumen die Möglichkeit bietet, den Organismus zu versorgen. Wie lange noch ist ungewiss. Zudem hat er eine permanente Versorgung mit Sauerstoff. Wie er sagt, seine Unterhaltung im Zimmer.
Was mich an der Sache jetzt beruhigt, es scheint im viel besser zu gehen, als das am Wochenenden, an Dreikönig oder zu Sylvester war. Immerhin.
Aber, es ändert nichts an der Tatsache, dass er sterben wird. Endgültig und unwiderruflich…
Ich würde gerne etwas Tröstliches schreiben. Aber es ist einfach nur so unendlich traurig.
danke Dodo.